Warum Fenster im Winter beschlagen
Kondensation ist ein normales Phänomen, das im Winter in vielen Haushalten auftritt. Sie entsteht, wenn Wasserdampf in der Luft auf kaltes Fensterglas trifft und zu kleinen Tröpfchen wird. Das hinterlässt oft Streifen auf dem Glas und kann bei starker Ansammlung zu Schimmelbildung führen, was langfristig Fensterrahmen schädigen und gesundheitliche Probleme nach sich ziehen kann. Laut der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) hängt Kondensation nicht von einer bestimmten Temperatur ab, sondern von der Differenz zwischen Lufttemperatur und Taupunkt (der Temperatur, bei der Luft das in ihr enthaltene Wasser abgibt).
Besonders anfällig sind Räume mit hoher Luftfeuchtigkeit wie Badezimmer und Küchen, wo viel Wasserdampf entsteht. Viele französische Haushalte fragen sich deshalb, ob der britische Tipp auch dort sinnvoll ist.
Wie Salz Luftfeuchtigkeit anzieht
Salz, genauer hygroskopische Eigenschaften, hat hygroskopische Eigenschaften und kann Feuchtigkeit aus der Luft aufnehmen. Dadurch kann es als natürlicher Entfeuchter wirken und verhindern, dass Wasserdampf auf kaltem Glas kondensiert. Andy Ellis, ein Experte für Haus und Garten, empfiehlt: „Füllen Sie einfach ein kleines Gefäß mit Salz, das könnte durchaus ausreichen, um die Kondensationstropfen an Ihren Fenstern zu reduzieren.“
Dieser Effekt tritt besonders dann ein, wenn die relative Luftfeuchtigkeit bei Raumtemperatur etwa 74 % erreicht. John Francis Richardson, ein Chemieingenieur, erklärt: „Natriumchlorid, also Speisesalz, beginnt, Wasser aus der Luft anzuziehen, wenn die relative Luftfeuchtigkeit bei Raumtemperatur etwa 74 % erreicht.“ In den meisten britischen Haushalten liegt die Luftfeuchtigkeit jedoch meist zwischen 30 und 60 %, sodass diese Schwelle selten überschritten wird.
So lässt es sich praktisch anwenden
Man kann den Tipp auf verschiedene Arten umsetzen:
- eine Schale mit gesalzenem Wasser
- eine Schale mit Wasser und Salz
- ein kleines Gefäß mit trockenem Salz
Die Methode ist simpel und billig, ihre Wirksamkeit ist aber begrenzt. In sehr feuchten Räumen kann Salz helfen, bei moderater Luftfeuchtigkeit ist die Wirkung hingegen deutlich schwächer.
Langfristig empfehlen Experten eine gute effektives Lüften als bessere Lösung. Zum Beispiel durch eingebaute Lüftungsöffnungen in Fenstern oder regelmäßiges Kippen der Fenster, um für ausreichende Luftzirkulation zu sorgen und so die Notwendigkeit solcher Hausmittel zu verringern.
Was der Tipp für den Haushalt bedeutet
Auch wenn die Salzmethode nicht die ultimative Lösung gegen Kondensation ist, bleibt sie für viele Haushalte ein einfacher und günstiger Versuch. Weil Schimmel ernsthafte gesundheitliche Risiken mit sich bringt und Fensterrahmen langfristig schädigen kann, ist es wichtig, früh Maßnahmen zu ergreifen. Mit ein paar einfachen Tricks lässt sich der Winter im Haus gleich angenehmer gestalten.