Für die meisten Menschen über 65 wird empfohlen, zwei- bis dreimal pro Woche zu duschen und an den übrigen Tagen gezielt bestimmte Bereiche zu reinigen. Ausnahmen gibt es bei starker körperlicher Belastung oder in heißen Klimazonen.
Wie oft duschen — und wie genau?
Die empfohlene Duschfrequenz von zwei bis drei Duschen pro Woche hilft dabei, die natürliche Schutzbarriere der Haut zu schonen. Ganzkörper-Schrubben jeden Tag ist wegen der geringeren Talgproduktion und der dünneren Hautbarriere nicht ratsam. An Tagen ohne Dusche sollte man quick die Achseln, Genitalien, Füße und das Gesicht auffrischen. Ein warmer Waschlappen reicht oft, um das Frischegefühl zu erhalten.
Die Dusche sollte nur 5 bis 8 Minuten dauern und mit lauwarmem Wasser erfolgen, damit die Haut nicht unnötig belastet wird. Am besten benutzt man parfümfreie, sanfte Reiniger nur in den Bereichen, die zu Schwitzen neigen. Nach dem Duschen ist es wichtig, innerhalb von drei Minuten von Hals bis Zehen eine Feuchtigkeitscreme aufzutragen, damit sich die Hautbarriere wieder stabilisiert.
Worauf bei Körperstellen und Pflegeprodukten achten?
Bestimmte Stellen brauchen besondere Aufmerksamkeit: Achseln, Genitalien, Füße, unter den Brüsten, hinter den Ohren und das Gesäß. An den Tagen ohne Dusche sollten diese Bereiche mit einem warmen Waschlappen gereinigt werden; nach dem Trockenreiben kann Deodorant oder eine Schutzcreme aufgetragen werden.
Empfohlen werden cremige, pH-ausgeglichene, parfümfreie Reiniger sowie reichhaltige Feuchtigkeitscremes mit Ceramiden, Glycerin und Petrolatum (z. B. Vaseline). Diese Inhaltsstoffe helfen, die Haut geschmeidig und hydratisiert zu halten und sie vor Umwelteinflüssen zu schützen. Bei hartem Wasser kann ein Duschfilter sinnvoll sein, kombiniert mit milderen Reinigern und reichhaltigeren Feuchtigkeitscremes.
Sicherheit im Bad und Stürze verhindern
Sicherheit im Badezimmer ist wichtig, denn etwa jeder vierte ältere Erwachsene einmal pro Jahr stürzt. Um das Risiko zu verringern, sollte das Bad mit einer Handbrause, einem rutschfesten Duschstuhl, einer sicheren Badematte und Haltegriffen ausgestattet sein. Ein geriatrischer Dermatologe sagte treffend: „Baden ist Hautpflege plus Sicherheit“.
Eine durchdachte Routine berücksichtigt auch das richtige Timing, um Stürze zu vermeiden und die Haut bestmöglich zu pflegen. Personen wie George, ein 72-jähriger Mann, haben von einer Umstellung profitiert: Er wechselte zu einem Montag–Mittwoch–Freitag‑Zyklus und bemerkte einen besseren Hautzustand und weniger nächtlichen Juckreiz.
Pflege an persönliche Bedürfnisse anpassen
Unterschiedliche Pflegebedürfnisse verlangen flexible Anpassungen. In heißen Monaten oder nach Sport sind häufigere Duschen ratsam, während man im Winter eher kürzer und seltener duschen sollte. Auch medizinische Diagnosen wie Ekzeme oder Diabetes können spezielle Änderungen nötig machen — sprechen Sie in solchen Fällen mit Ihrem Arzt.
Dieser Ansatz zur Körperpflege für über 65‑Jährige unterstreicht die Bedeutung von Individualität und Anpassungsfähigkeit. Wenn man eine ausgewogene Routine findet, bleiben Haut und Selbstvertrauen besser erhalten und die täglichen Anforderungen lassen sich leichter meistern. Probieren Sie aus, welche Routine für Sie passt, und ändern Sie gegebenenfalls Gewohnheiten zugunsten Ihrer Gesundheit und Sicherheit.