Was mit der Haut passiert
Die Haut altert wie der Rest des Körpers und verändert sich dabei. Die Hautbarriere wird dünner, die Talg- und Ölproduktion nimmt ab. Das erhöht das Risiko für Juckreiz, Mikro-Risse und Infektionen — vor allem bei zu häufigem Waschen. Umgekehrt fördert zu seltenes Waschen geruchsverursachende Bakterien, besonders in Achseln, Genitalbereich, Füßen und im Gesicht.
Praktisch heißt das: Die Duschzeit auf 5–8 Minuten begrenzen und innerhalb von 3 Minuten nach dem Duschen eincremen (Moisturize). So konnte George, ein 72-jähriger Anwender, durch den Umstieg auf einen Montag–Mittwoch–Freitag-Rhythmus nicht nur Juckreiz reduzieren, sondern auch nächtliches Aufwachen vermeiden.
Tipps für den Alltag
Wie oft man duscht, hängt vom Klima und vom Aktivitätsniveau ab. Bei heißem, feuchtem Wetter oder nach sportlicher Betätigung ist häufigeres Duschen sinnvoll; im trockenen Winter kann seltener ausreichen. Wichtig ist, an den zentralen Körperstellen regelmäßig gezielt zu reinigen — auch an Tagen ohne Voll-Dusche.
Sicherheitsmaßnahmen im Bad sind besonders im Alter wichtig. Empfohlen werden Haltegriffe, rutschfeste Matten und stabile Duschstühle. So lässt sich das Sturzrisiko senken — immerhin betrifft es 25 % der über 65-Jährigen pro Jahr.
Produkte, die die Haut schonen
Bei Cremes sind Ceramide, Glycerin und Petrolatum hilfreich, um die Haut gut zu versorgen. Zur Reinigung eignen sich pH-ausgewogene, duftfreie Produkte; klassische Seifen vermeiden. Gegen Trockenheit durch hartes Wasser kann die Installation eines einfachen Duschfilters Abhilfe schaffen.
In der Praxis haben sich Handbrausen und Bidets bewährt, weil sie Hygiene ermöglichen, ohne jeden Tag den ganzen Körper duschen zu müssen. Das sorgt nicht nur für Sauberkeit, sondern auch für Würde und Sicherheit.
Warum Balance und Anpassung zählen
Margarets Tochter schwört auf tägliches Duschen, ihr Nachbar hingegen kommt mit einmal pro Woche aus. Meist bringt der Mittelweg, angepasst an persönliche Bedürfnisse, die besten Ergebnisse. Ein geriatrischer Dermatologe sagt dazu: „Weniger tun, aber besser — und es einfacher machen.“ Eine geregelte Pflegeroutine, die zu den individuellen Anforderungen passt, fördert Wohlbefinden und Gesundheit.
Diese Erkenntnisse zeigen, wie wichtig eine durchdachte Hygieneroutine im Alter ist. Sie hilft Menschen, Reinlichkeit und Hautgesundheit zu bewahren und gleichzeitig die Sicherheit zu erhöhen. Das Gleichgewicht zwischen ausreichender Pflege und dem Vermeiden von Überwaschen ist das Schlüsselelement für eine gute Lebensqualität. Die richtige Pflegeroutine im Alter ist nicht nur eine Frage der Sauberkeit, sondern auch des Wohlbefindens und der Selbstachtung.