Nach dem Duschen richtig lüften: Experte erklärt, worauf es an kalten Tagen ankommt

Das Lüften im Badezimmer ist im Herbst besonders wichtig, weil viel Feuchtigkeit in der Luft bleibt — vor allem nach dem Duschen. In den kälteren Monaten kann das schnell zu Schimmel führen. Viele schließen nach dem Duschen die Fenster wegen Regen oder Kälte, wodurch die Schimmelgefahr noch steigt.
Schimmelgefahr in Feuchträumen
Im Bad ist Schimmelbildung ein größeres Thema, weil Duschen und Baden viel Feuchtigkeit erzeugen. Ohne genug Lüftung schlägt sich die Feuchte auf Fliesen, Spiegeln und Fenstern nieder. Das führt nicht nur zu unangenehmen Gerüchen, sondern kann langfristig das Raumklima verschlechtern und der Bausubstanz schaden. Norbert Endres, Energieberater bei der Verbraucherzentrale Bayern, weist darauf hin, dass gleichmäßige Beheizung wichtig ist, damit Feuchträume nicht zu den kältesten Zimmern gehören sollten.
Warum Lüften im Herbst schwieriger ist
Im Sommer lüftet man einfach: Fenster auf, Feuchtigkeit raus, Fenster zu. Im Herbst und Winter ist das schwieriger, weil die kalte Außenluft den Raum schnell auskühlt. Energieberater empfehlen, das Badezimmer bei etwa 22 °C zu halten und die relative Luftfeuchtigkeit zwischen 40–60 % einzustellen. Ein Hygrometer (Feuchtigkeitsmesser) zeigt zuverlässig an, wann man wieder lüften oder die Tür öffnen sollte.
Tipps fürs Lüften im Bad
Feuchte Luft sollte so schnell wie möglich nach draußen. Am besten ist das Stoßlüften (kurz und kräftig für ein paar Minuten), das ist wirkungsvoller als dauernd gekippte Fenster. Wenn möglich, eine Querlüftung herstellen (Fenster in einem angrenzenden Raum mitnutzen). Falls nur die Kippfunktion zur Verfügung steht, darf das Fenster nicht länger als 20 Minuten offen bleiben. Entfernt Feuchtigkeit zusätzlich aktiv, z. B. mit einem Fensterabzieher oder einem trockenen Tuch von Oberflächen.
Putzen und zusätzliche Maßnahmen
Neben Lüften gehört regelmäßiges Reinigen dazu, um Schimmel, Keime und unangenehme Gerüche zu vermeiden. Ein Feuchtigkeitsabsorber kann zusätzlich helfen. Duschvorhänge sollten alle paar Wochen gewaschen oder gründlich abgespült werden. Handtücher und Badmatten regelmäßig wechseln. Abläufe und Siebe frei von Haaren und Ablagerungen halten. Essig, Zitronensaft und Natron wirken, verdünnt angewendet, gegen Keime und Gerüche. Ecken, Fugen und Silikonabdichtungen regelmäßig auf Feuchtigkeitsansammlungen kontrollieren.
Konkrete Schritte fürs richtige Lüften
- Sofort lüften: Direkt nach dem Duschen oder Baden die Fenster öffnen und für einige Minuten stoßlüften.
- Richtig öffnen: Fenster weit aufmachen, möglichst Querlüftung herstellen (Fenster gegenüber öffnen). Bei Kippen maximal 20 Minuten.
- Aktiv die Feuchtigkeit entfernen: Wasser mit Fensterabzieher oder Tuch von Scheiben, Fliesen und Spiegeln abziehen.
- Überwachung: Die Temperatur um 22 °C halten; relative Luftfeuchtigkeit zwischen 40–60 % beibehalten. Ein Hygrometer kann helfen, den richtigen Zeitpunkt zum Lüften zu finden.
Ein Bewusstsein dafür, wie man im Herbst richtig lüftet, verhindert Schimmelbildung und sorgt für ein angenehmeres Raumklima. Mit regelmäßige Reinigungen und Lüftungsroutinen bleibt das Badezimmer gesund und nutzbar — solche Praktiken sollten in jedem Haushalt zur Routine gehören, um langfristige Schäden zu vermeiden.