Vorbereiten: Die Bettdecke richtig einschätzen
Bevor Sie loslegen, lesen Sie das Pflegeetikett Ihrer Bettdecke genau. So vermeiden Sie Schäden durch falsche Behandlung. Synthetische Füllungen halten beim Heimwaschen meist mehr aus als natürliche Daunen und Federn, die vor allem beim Trocknen schonend behandelt werden sollten. Moderne Bettdecken sind oft maschinenwaschbar, die empfohlenen Temperaturen liegen aber häufig zwischen 30 °C und 60 °C.
Achten Sie auch auf die Trommelgröße: Standard-Bettdecken (Twin- oder Queen-Größe) brauchen eine Waschmaschine mit mindestens 7 kg Kapazität, größere Decken verlangen 10 kg oder mehr. Ist Ihre Maschine zu klein, ist der Gang in den Waschsalon eine sinnvolle Alternative. Zusätzlich hilft tägliches Lüften (um Feuchtigkeit und Hausstaubmilben zu reduzieren) und der Einsatz eines Bettbezugs als Schutz.
In der Maschine waschen: Praktische Tipps
Falten Sie die Decke im Akkordeon und legen Sie sie so in die Trommel. Das fördert die Wasserzirkulation und verhindert ungleichmäßiges Waschen. Flüssigwaschmittel ist hier die bessere Wahl (Pulver kann Rückstände hinterlassen). Nehmen Sie etwa ein Drittel der üblichen Menge, damit keine Seifenreste zurückbleiben. Wählen Sie einen Schonwaschgang oder das Wollprogramm und passen Sie die Temperatur an die Angaben auf dem Etikett an.
Beim Schleudern ist ein moderater Gang von 800–1000 U/min optimal: genug, um Wasser rauszubekommen, aber schonend für die Füllung. Zwei oder drei Tennisbälle im Trockner helfen, Verklumpungen zu lösen und die Füllung aufzulockern. Der Zustand Ihrer Bettdecke beeinflusst das Schlafklima ähnlich wie ein Teppich das Wohnzimmerambiente.
Wenn die Maschine nicht geht: Handwäsche und Trocknen
Geht die Maschine nicht oder ist die Decke besonders empfindlich, funktioniert Handwäsche in der Badewanne gut. Nicht wringen: Wasser durch leichtes Drücken entfernen und mehrmals spülen, bis das Wasser klar ist. Bedenken Sie, dass nasse Bettdecken sehr schwer werden und Sie eventuell Hilfe brauchen.
Zum Trocknen empfiehlt sich ein großer Wäschetrockner für Daunen- und Federbettdecken, damit kein Schimmel entsteht. Bei niedrigen Temperaturen und mit Trocknerbällen lässt sich die Flauschigkeit wiederherstellen. Synthetische Decken können Sie an einem windigen Tag gut an der Luft trocknen; regelmäßig wenden und aufschütteln sorgt für gleichmäßiges Trocknen. Halbjährliches Waschen sowie tägliches Lüften tragen zu guter Hygiene bei.
Zum Schluss: Warum regelmäßige Pflege lohnt
Die richtigen Pflegeroutinen verbessern nicht nur die Schlafqualität, sie sparen auf Dauer auch Geld. Heimwaschen ist eine praktische und ökonomische Alternative zur professionellen Reinigung. Mit ein paar einfachen Vorsichtsmaßnahmen bleiben Ihre Bettdecken sauber und komfortabel — gut für Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden. Überlegen Sie beim nächsten Bettwäsche-Update auch, ob es nicht Zeit wäre, andere Schlafzimmer-Elemente, wie zum Beispiel Vorhänge, aufzufrischen.