Effizient heizen – so geht’s ohne Schimmel
Die Verbraucherzentrale NRW rät dazu, alle Räume gleichmäßig zu beheizen, um Schimmel vorzubeugen. Statt nur einen Aufenthaltsraum auf 21 °C zu halten und in den anderen Räumen die Thermostate stark herunterzudrehen, ist eine Zieltemperatur von 19 °C in allen Räumen sinnvoll. Programmierbare Thermostate helfen dabei, weil sie die Temperatur genau regeln.
Eine zulässige Kombination ist zum Beispiel das Schlafzimmer auf 16 °C und das Wohnzimmer auf 20 °C zu halten. Wichtig ist, nicht alle Räume bis auf einen völlig auskühlen zu lassen, denn kalte Wände fördern Kondensation und damit Schimmelbildung. Die zentrale Empfehlung lautet, die Temperatur in allen Räumen gleichmäßig um 2 oder 3 °C zu senken, um Energie zu sparen und Schimmel zu vermeiden. Die sparsamste Heizlösung könnte helfen, die Heizkosten zu senken, ohne das Schimmelrisiko zu erhöhen.
Richtig lüften gegen Feuchtigkeit
Die Verbraucherzentrale NRW betont, dass Stoßlüften und Querlüften am effektivsten sind, weil sie schnell für einen Luftaustausch sorgen, ohne die Räume auskühlen zu lassen, ähnlich wie eine Wärmepumpe effizient arbeitet. Bei Außentemperaturen unter 0 °C sollten Fenster jeweils 5 Minuten geöffnet werden, bei Temperaturen bis zu 10 °C sollte der Luftaustausch etwa 10 Minuten dauern. Zur Luftfeuchte heißt es: “Je kälter die Außenluft ist, desto niedriger sollte die Raumluftfeuchtigkeit sein. Bei Temperaturen unter 5 °C ist in älteren, ungedämmten Gebäuden häufig eine Raumluftfeuchtigkeit unter 50 % notwendig, um Schimmelpilzbildung zu vermeiden.”
Möbel richtig stellen und Heizung warten
Auch die Raumgestaltung kann Schimmel vorbeugen. Die Verbraucherzentrale NRW empfiehlt, Möbel etwas von der Wand wegzustellen, damit die Luft dahinter zirkulieren kann. Das verbessert die Luftbewegung und verringert die Gefahr von Schimmel an den Wänden.
Eigentümer sollten außerdem ihre Heizkostenabrechnungen prüfen. Stimmen die Verbrauchswerte im Vergleich zu den Vorjahren? Wenn die Kosten um mehr als 10 % steigen, besteht möglicher Handlungsbedarf. Dann sollte ein Fachmann die Heizungsanlage überprüfen, inklusive Komponenten wie Heizungspumpe und hydraulischem Abgleich. Solche Maßnahmen sind allerdings nur für diejenigen umsetzbar, die eine eigene Öl- oder Gasheizung haben; bei Mietwohnungen ist der Vermieter für Wartung und Instandhaltung der Heizung zuständig.
Wo die Tipps gelten
Die Ratschläge sind nicht nur für private Haushalte gedacht, sondern auch für öffentliche Räume nützlich. Eigentümer, die Heizkosten senken wollen, sollten die Hinweise genauso beachten wie Mieter, die auf eine ordnungsgemäße Wartung durch den Vermieter angewiesen sind. Wer diese Empfehlungen befolgt, kann seine Heizkosten gezielt reduzieren und Schimmel effektiv verhindern.