Warum das Induktionskochfeld anfangs so verlockt
Beim Einzug ins neue Zuhause entschied sich die Erzählerin für ein Induktionskochfeld – “eine der ersten Verbesserungen in der Küche”, wie sie sagt. Die glatte, elegante Optik, die leichte Reinigung und die Sicherheit für zwei kleine Kinder waren die Hauptgründe. In den ersten Jahren wurde das Induktionskochfeld zum “Lieblingskauf” der Familie und brachte im stressigen Alltag viele Vorteile.
Die Kehrseite
Trotz aller Vorteile traten mit der Zeit einige Herausforderungen bei Induktionskochfeldern zutage. Das Kochfeld besteht im Wesentlichen aus einem großen Stück Glas, und einzelne Teile können bei Beschädigung nicht separat ersetzt werden. Der hohe Ersatzpreis der Glasabdeckung in Kombination mit einem kleinen, abgesplitterten Bereich an der Seite des Kochfelds sorgt für Frust im Haushalt. “Ich versuche damit zu leben, aber es ist schwer”, erklärt die Mutter.
Auch das glatte Touch-Bedienfeld erweist sich in der Praxis als weniger präzise als herkömmliche Drehregler. Flüssigkeiten können die Sensibilität beeinträchtigen und die Temperaturregelung unzuverlässig machen. Selbst bei Nutzung aller vier Kochzonen stößt das Feld an seine Grenzen. Und: Nur Töpfe mit magnetischem Boden funktionieren (also Töpfe aus ferromagnetischem Material), weshalb einige alte Töpfe der Familie gespendet werden mussten, weil sie nicht kompatibel waren.
Nostalgie für den Gasherd
In ihrem ersten Zuhause hatte die Familie einen Gasherd, der “ganz oben auf der Must-Have-Liste” stand. Der Gasherd erlaubt eine sehr präzise Steuerung der Wärmezufuhr, was die Erzählerin besonders schätzt. Reparaturen sind einfacher und günstiger, weil einzelne Teile wie Brenner oder Abdeckungen leicht ersetzt werden können. Akustisch punktet der Gasherd ebenfalls: Er ist leiser und führt nicht — wie das Induktionsfeld — bei jedem Piepsen zur Verzweiflung. “Das Hinzufügen einer Platte, die bei der kleinsten Provokation piept, ist etwas, das mich in den Wahnsinn treiben kann”, so die Mutter.
Vor- und Nachteile abwägen
Trotz der anfänglich hohen Erwartungen an das Induktionskochfeld überwiegen für die Erzählerin am Ende die praktischen Nachteile. Sie denkt darüber nach, bei der geplanten Küchenrenovierung im Jahr 2026 einen Gasherd einzubauen, denn “ihr Vorteil überwiegt” aus ihrer Sicht. Die Zuverlässigkeit, der leise Betrieb und die direkte Steuerung eines Gasherds sind für sie wichtige Aspekte, die das Leben mit zwei kleinen Kindern erleichtern können.
Die Frage nach dem richtigen Kochfeld ist ein Balanceakt zwischen Technik, Praktikabilität und den persönlichen Bedürfnissen einer Familie. Ob Induktionskochfeld oder Gasherd — die Entscheidung hängt von Faktoren wie Sicherheit, Handhabung und persönlichen Vorlieben ab. Letztlich bleibt es eine persönliche Wahl, die die Küche stark prägen kann und oft gründliche Überlegung verlangt. Jeder Haushalt muss diese Entscheidung mit Blick auf seine eigenen Bedürfnisse und Lebensumstände treffen.